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GPD Pocket - das winzige Laptop

GPD Pocket - das winzige Laptop

Auf den ersten Blick sieht der GPD Pocket aus wie ein extrem geschrumpftes Macbook. Dennoch kommt er mit vollwertigem Windows 10.

Der chinesische Hersteller GPD hat sich auf ungewöhnliche Geräte spezialisiert. Das Mini-Notebook GPD Pocket macht da keine Ausnahme: Der PC misst nur 182 x 109 x 20 mm und wiegt gerade einmal ein halbes Kilo. Dennoch hat der Laptop eine vollwertige Tastatur, Windows 10 und alles, was wir von einem Notebook erwarten.

Der GPD Pocket ist so klein, das wir ihn sogar in die Tasche einer Herrenjeans stecken können. Das sieht zwar eigenartig aus, geht aber mit anderen kleinen Notebooks definitiv nicht. Ist das Gerät nur eine Spielerei oder lässt es sich auf dem Laptop wirklich arbeiten? Das hat man in verschiedene Tests untersucht und die Ergebnisse waren unerwartet. 

Hochwertiges Gehäuse, viele Anschlüsse

Rein optisch sieht der GPD Win aus wie ein eingelaufenes Macbook. Das Gehäuse ist aus Aluminium und sehr gut verarbeitet. Das Display lässt sich um fast 180 Grad aufklappen und wackelt nicht. Die Materialien und die Verarbeitung wirken sehr hochwertig und stabil.

Der Computer hat mehr Anschlüsse als ein Macbook: Neben der USB-Typ-C-Ladebuchse stehen noch ein USB-Typ-A-Anschluss, ein Micro-HDMI-Ausgang und ein Kopfhöreranschluss zur Verfügung. Der Typ-C-Anschluss unterstützt auch Displayport, es gibt also mehrere Möglichkeiten, einen Monitor an den Rechner anzuschließen.

 

Trackpoint statt Touchpad

Klappen wir das Gerät auf, fällt uns als Erstes ein blauer Nubbel im unteren Bereich der Tastatur auf. GPD hat beim Pocket einen Trackpoint verbaut, wie ihn Thinkpad-Nutzer kennen. Das ist clever: Um das Gerät möglichst klein zu halten, ist der Einbau eines Touchpads nicht sinnvoll.

Der Trackpoint samt der zwei Maustasten braucht viel weniger Platz. Dabei fühlt er sich ähnlich an wie der eines Thinkpads, ist aber etwas weniger empfindlich und vom Material her etwas rutschiger.

Der Mauszeiger reagiert gut auf die Bewegungen unserer Finger. Aufgrund der Platzaufteilung unterscheidet sich die Benutzung aber von der eines Thinkpads: Bewegen wir den Trackpoint mit unserem Zeigefinger, dann finden wir die Bedienung der linken Maustaste mit dem Daumen allerdings nicht mehr so angenehm - es ist einfach zu wenig Platz vorhanden.


Tastatur mit gewöhnungsbedürftiger Aufteilung

Die Tastatur des GPD Pocket besteht aus Chiclet-Tasten, die zwar einen weichen Druckpunkt haben, sich insgesamt aber gut anfühlen. Das Problem liegt auch hier in der Größe des Gerätes: Das Keyboard ist sehr klein, weshalb Zehnfingertippen im Grunde nicht möglich ist.

Wir haben tatsächlich meistens mit nur zwei Fingern Texte eingegeben. Vom Key-Roll-Over her könnten wir auch mehr Finger verwenden, die Tastatur des GPD Pocket hat 5-Key-Roll-Over - sprich: fünf Tasten können gleichzeitig vom System erkannt werden.

Aufgrund der größenbedingt eigenwilligen Aufteilung der Tastatur empfinden wir das Tippen längerer Texte als unkomfortabel.

Die QWERTY-Aufteilung hat einige Sondertasten an ungewöhnlichen Stellen: So sind beispielsweise die Tasten mit den Klammern und dem Bindestrich oberhalb der Zahlenreihe eingebaut.

Der Umstand, dass die Entfernen-Taste (Del) weitaus größer als die Rücktaste (Backspace) ist, führt außerdem dazu, dass wir uns oft vertun.

Diese Punkte stören uns beim Tippen mit englischem Tastatur-Layout - stellen wir auf ein deutsches um, verschlechtert sich die Orientierung noch.

Blind QWERTZ zu tippen, ist eine Qual

Normalerweise haben wir kein Problem damit, auf einer QWERTY-Tastatur mit deutscher Tastaturbelegung blind zu tippen. Beim GPD Pocket ist das allerdings mehr als gewöhnungsbedürftig: Die Umlaute sind quer über die Tastatur verteilt und nicht dort, wo wir sie eigentlich erwarten würden.

Eine Änderung der Tastaturbelegung ist aufgrund der Aufteilung des Keyboards leider auch nicht sinnvoll. Den Computer gibt es aktuell auch nicht mit QWERTZ-Layout, so dass deutschsprachige Nutzer entweder auf einer englischen Tastatur ohne Umlaute tippen oder sich an die ungünstige QWERTZ-Verteilung auf der QWERTY-Tastatur gewöhnen müssen.
 

Display ist ausreichend scharf

Das Display des GPD Pocket ist 7 Zoll groß und hat eine Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln. Das reicht aus, um Inhalte scharf genug anzuzeigen, da das Gerät - anders als ein Smartphone oder Tablet - nicht so nah vor das Gesicht gehalten wird. Der Bildschirm ist ein Touchscreen, was wir gut finden: Aufgrund des fehlenden Scroll-Buttons des Trackpoints können wir so beispielsweise beim Browsen Internetseiten mit dem Finger über den Touchscreen herunterscrollen.

Atom x7 für den Büroalltag

Im Inneren des GPD Pocket arbeitet Intels Atom x7-Z8750. Der Arbeitsspeicher ist 8 GByte groß und hat damit die gleiche Größe, die auch in vielen Business-Notebooks verbaut ist. Der eingebaute eMMC-Speicher ist 128 GByte groß. Mit dieser Ausstattung lässt sich einiges mit dem GPD Pocket anfangen: Nicht nur E-Mail-Programme, Browser und Textverarbeitungen laufen problemlos auf dem Rechner.

Auch anspruchsvollere Anwendungen arbeiten immer noch recht flüssig, wenngleich dann und wann etwas Wartezeit anfällt. Im Home-Conventional-Test des PCMark 8 erreicht der GPD Pocket eine Punktzahl von 1.380 Zählern.

Dank der verbauten Anschlüsse eignet sich der GPD Pocket sehr gut, um einen externen Monitor und externe Eingabegeräte anzuschließen. Wir haben den Mini-Rechner über eine Dynadock-Station an zwei Displays, eine Maus und eine Tastatur angeschlossen. So ist im Büroalltag kaum ein Unterschied zu unserem normalen Setup mit einem Lenovo Thinkpad zu beobachten - außer natürlich bei Anwendungen mit größeren Herausforderungen. WLAN unterstützt der GPD Pocket nach 802.11ac, Bluetooth läuft in der Version 4.1.
 
Der im GPD Pocket eingebaute Lüfter arbeitet automatisch. Der Laptop wird recht schnell warm, weshalb der Lüfter häufig im Einsatz ist.

Akkulaufzeit durch Gerätegröße beschränkt

Der Akku hat eine Nennladung von 7.000 mAh. Laut dem Hersteller soll das für eine Video-Wiedergabe von bis zu fünf Stunden ausreichen. Im Productivity-Test des Powermark kommt der GPD Pocket auf eine Akkulaufzeit von vier Stunden und sieben Minuten - ein Wert, der nahe an der Prognose des Herstellers liegt.

Im Vergleich mit größeren Geräten ist die Laufzeit schlecht, moderne Ultrabooks erreichen bis zu 15 Stunden im Productivity-Test; aufgrund der geringen Größe des GPD Pocket ist die Akkugröße aber natürlich limitiert.


Der Preis des Geräts variiert zwischen 500 und 600 EUR. Der Computer ist nicht mit einer QWERTZ-Tastatur erhältlich, sondern nur mit einem QWERTY-Layout.

Fazit

Der GPD Pocket ist für seine Größe ein überraschend leistungsfähiger Laptop. Wer bei den kleinen Ausmaßen ein Spielzeug erwartet, wird überrascht sein, wie ernsthaft man mit dem Gerät arbeiten kann.

Das liegt am guten Atom-Prozessor wie auch an der großzügigen Arbeitsspeicherbemessung. Die nur 128 GByte eMMC-Speicher erscheinen bei 8 GByte RAM sogar schon als etwas zu wenig. Die restliche Hardware-Ausstattung lässt kaum Wünsche übrig.

Ebenso überzeugt uns der GPD Pocket im Test durch seine vielfältigen Anschlussmöglichkeiten. Der eingebaute Trackpoint ist sinnvoll, da ein Trackpad das Notebook nur unnötig vergrößert hätte. Zwar hat er keine Schaltfläche zum Scrollen, das können wir allerdings problemlos mit unserem Finger direkt auf dem Display des Laptops erledigen.

Der Bildschirm ist mit 7 Zoll in der alltäglichen Nutzung etwas gewöhnungsbedürftig, kleiner hätte der GPD Pocket definitiv nicht sein dürfen. Seine Stärken spielt das Gerät im Einsatz an einem externen Monitor mit einer externen Tastatur und einer Maus aus: Dann lässt sich mit dem kleinen Notebook problemlos auch im Büroalltag arbeiten.
 
Das ist mit der verbauten Tastatur leider nur bedingt möglich: Selbst wenn wir mit englischem Layout auf der QWERTY-Tastatur schreiben, machen längere Texte keinen Spaß. Die Tastatur ist schlicht zu klein, die Tastenverteilung zudem stellenweise einfach schlecht durchdacht. Stellen wir die Windows-Tastatur auf Deutsch um, macht das Tippen noch weniger Spaß.

Die Umlaute sind dann quer über die Tastatur verteilt, was das schlechte Tipperlebnis zusätzlich verschlimmert. Deutschsprachige Vieltipper dürften mit dem GPD Pocket nicht glücklich werden, es sei denn, sie nutzen das Gerät unterwegs nur für gelegentliches Schreiben - was natürlich dem Sinn eines Notebooks widerspricht.

Eine gut durchdachte QWERTZ-Version würde an diesem Ergebnis etwas ändern - aktuell steht diese aber nicht zur Verfügung.