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Wer hat's erfunden?

Wer hat's erfunden?

Alan Turing gilt als Vordenker des Computers. Da ist er nicht der einzige. Schon Charles Babbage, geboren 1791, konzipierte eine Rechenmaschine mit Arbeitsspeicher.

Konrad who? In den angelsächsischen Ländern ist der Name des deutschen Computerpioniers Konrad Zuse (1910 - 1995) weitgehend unbekannt. Während Zuse hierzulande als Erfinder der modernen Rechenmaschine gefeiert wird, gewissermaßen als Bill Gates der Computer-Steinzeit, ist er amerikanischen Technikhistorikern oft allenfalls eine Fußnote wert.

Das hat seinen Grund darin, dass Zuse im nationalsozialistischen Deutschland isoliert vor sich hin tüftelte.

 

Alan Turing

 Er gilt heute als einer der einflussreichsten Theoretiker der frühen Computerentwicklung und Informatik. Alan Turing schuf einen großen Teil der theoretischen Grundlagen für die moderne Informations- und Computertechnologie.

Das von ihm entwickelte Berechenbarkeitsmodell der Turingmaschine bildet eines der Fundamente der Theoretischen Informatik. Während des Zweiten Weltkrieges war er maßgeblich an der Entzifferung der mit der "Enigma" verschlüsselten deutschen Funksprüche beteiligt.

Der Großteil seiner Arbeiten blieb auch nach Kriegsende unter Verschluss.

Turing entwickelte 1953 eines der ersten Schachprogramme, dessen Berechnungen er mangels Hardware selbst durchführte. Nach ihm benannt sind der Turing Award, die bedeutendste Auszeichnung in der Informatik, sowie der Turing-Test zum Überprüfen des Vorhandenseins von künstlicher Intelligenz.

 

 

Während an Universitäten in den USA und England Forscher und Ingenieure in großer Zahl und reichlich gefördert über den Bau von Rechenapparaten nachsannen, schraubte der verhinderte Kunstmaler Zuse 1938 seine erste Maschine, die Z1, aus Blechstreifen und Stahlzylindern im Wohnzimmer seiner Eltern in Berlin-Kreuzberg zusammen.

 

Konrad Zuse

Anlass für seinen Geniestreich war Bequemlichkeit. Der Bauingenieurstudent Zuse wollte eine Maschine bauen, die ihm statische Berechnungen abnahm.

Die Z1, die erste vollständig mechanische Rechenmaschine, fiel ebenso wie das 1941 fertig gestellte Nachfolgemodell Z3, der erste funktionierende programmgesteuerte Rechner, dem Bombenhagel auf Berlin zum Opfer.

Zuse wurde zur richtigen Zeit, aber am falschen Platz geboren. Die Idee des Computers lag in der Luft, seine Vordenker und Erfinder saßen in den USA, Großbritannien und Deutschland. Nach 1945 wurden die USA das Zentrum der entstehenden Computerkultur.

Entscheidende Vorarbeit leistete der englische Mathematiker Charles Babbage (1791 - 1871). 1832 baute er den Prototyp einer Zahnrad-Rechenmaschine namens "Difference Engine". Das Nachfolgemodell "Analytical Engine" sollte gar vollständig automatisch und programmierbar sein.

Die "Analytical Engine" nahm den modernen Computer vorweg. Es gab einen Prozessor, der rechnete ("Mühle") und einen Arbeitsspeicher ("Laden"). Eingaben erfolgten mit Lochkarten. Das raumfüllende viktorianische Monstrum hatte nur einen Fehler: Es wurde nie gebaut.

Erst 100 Jahre nach Babbage’ Tod beugten sich Wissenschaftler über tausende Seiten mit Konstruktionszeichnungen. Der Analytical Engine sei ein Computer von einem anderen Planeten, bemerkte einer der Forscher.

 

 Nach Babbage wurde es bis in die 1930er Jahre hinein ruhig um die Idee einer digitalen Maschine. Dann begann die Revolution. In Deutschland mit Zuse und in Amerika mit den Physikern George Stibitz und Howard Aiken. "Modell K" nannte Stibitz, der bei den Bell-Laboratorien arbeitete, seinen ersten, 1937 fertiggestellten Rechner.

Das "K" stand für den Küchentisch, an dem Stibitz den Automaten montierte. An der Harvard-Universität ärgerte sich Aiken mit komplizierten Gleichungen herum. Wie Zuse brauchte er einen Rechenknecht. Inspiriert von Charles Babbage baute Aiken 1944 einen elektrischen Rechnerkoloss namens "Mark I", der 4,5 Tonnen wog und rasch komplizierte Berechnungen ausführen konnte.

Die Proto-Computer von Zuse, Stibitz und Aiken gründeten bereits auf dem binären Zahlensystem, benutzten also wie moderne Rechner ein System von Nullen und Einsen. Aber sie arbeiteten noch mit Relais, trägen elektrischen Schaltern.

Die nächste Generation der Computer setzte stattdessen auf schnelle Elektronenröhren als Schaltelemente. Ein wesentlicher Schritt, der für manchen Puristen die Grenze zum "wahren" elektronischen Computer markiert.

Als erster Röhrenrechner gilt "Colossus", der in England 1943 für das Militär gebaut wurde und auf den Ideen Turings basierte. Er entzifferte den deutschen "Enigma"-Geheimcode. Aber mit seinen 1500 Röhren war "Colossus" eher ein Zwerg im Vergleich zu "Eniac", einem 30 Tonnen schweren Giganten mit 17 000 Röhren, den Presper Eckert und John Mauchly von der Universität Pennsylvania konzipierten.

Ein weiterer Schritt war der "Eniac"-Nachfolger "Edvac", an dessen Entwicklung der Mathematiker John von Neumann einen entscheidenden Anteil hatte. Er markiert den Übergang von der Rechenmaschine zu einer umfassenden, informationsverarbeitenden Maschine.

Das Größenproblem löste dann der 1947 von den Bell-Laboratorien entwickelte Transistor. Seitdem schrumpfen die Computer. Bis heute.